MySpirulina Farm mit heller Spirulina Kultur am Küchenfenster neben dem Herd

Warum die Nahrung der Zukunft zuhause wächst

Die Nahrung der Zukunft muss nicht aus einer Fabrik kommen. Algen wie Spirulina lassen sich dort anbauen, wo sie gegessen werden. Das macht sie unabhängig von Ackerland, langen Lieferketten und Wetter. Genau darauf bauen wir bei MySpirulina: in Küchen, in Klassenzimmern und langfristig in Regionen, in denen Nahrung knapp ist.

Was heißt dezentrale Ernährung?

Dezentral heißt: Lebensmittel entstehen nah bei den Menschen, die sie essen. Der Weg vom Anbau bis zum Teller ist kurz, im besten Fall ein paar Schritte.

Bei den meisten Lebensmitteln geht das nur begrenzt. Getreide braucht Felder, Tiere brauchen Weiden und Futter. Mikroalgen brauchen nur Wasser, Licht, Nährsalz und Luft. Ein Glas reicht.

Warum zentrale Systeme an Grenzen stoßen

44 Prozent der bewohnbaren Landfläche der Erde sind laut Our World in Data schon heute Agrarfläche. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung nach Prognose der Vereinten Nationen bis in die 2080er Jahre auf rund 10,3 Milliarden Menschen.

Mehr Fläche gibt es kaum, und Ernten werden durch Hitze, Dürre und Starkregen weniger berechenbar. Die Zahlen dazu findest du in unserem Artikel Was essen wir 2050?

Erste Stufe: die Küche

Mit der MySpirulina Farm wächst frische, lebendige Spirulina in einem Glas auf deiner Arbeitsplatte. Etwa alle 10 bis 14 Tage erntest du bis zu 50 Gramm. Wie viel das im Jahr ergibt, haben wir in Wie viel Spirulina erntet man pro Jahr? durchgerechnet.

Das ersetzt keinen Wocheneinkauf. Es zeigt aber im Alltag, dass Nahrung ohne Feld, ohne Transport und ohne Verpackung wachsen kann. Über 1.500 Bestellungen später ist frische Spirulina für viele unserer Kund:innen eine feste Gewohnheit.

Die MySpirulina Gründer Ben Schwedhelm und Sara Farzaneh mit frischen Spirulina Drinks unter einem Baum

Zweite Stufe: das Klassenzimmer

Rund 30 Schulen arbeiten bereits mit unseren Farmen. Schüler:innen setzen eine Kultur an, beobachten das Wachstum und ernten selbst. Dabei lernen sie Photosynthese, Kreisläufe und Ernährung an einem lebenden Beispiel.

Wer als Kind gesehen hat, wie Nahrung in einem Glas wächst, denkt später anders über die Frage, woher Essen kommt.

Dritte Stufe: Regionen, in denen Nahrung knapp ist

Spirulina wächst besonders gut dort, wo es warm und sonnig ist. Das sind oft Regionen, in denen Ackerbau schwierig ist. Am Tschadsee ernten die Kanembu Spirulina seit Generationen, sie nennen sie Dihé. Ein Projekt der Welternährungsorganisation FAO hat dort 500 Frauen bei Ernte und Vermarktung unterstützt, wie die Vereinten Nationen berichten. Die ganze Geschichte erzählen wir in Die Geschichte der Spirulina.

Die FAO empfiehlt in ihrem Bericht von 2008, das Potenzial von Spirulina für Ernährungssicherung und Notlagen neu zu bewerten.

Hier liegt unser langfristiges Ziel. Wir wollen Spirulina dorthin bringen, wo sie gebraucht wird, und vor Ort Farmen als beständige Nahrungsquelle aufbauen. Das ist heute noch in Planung. Mehr dazu auf unserer Seite zur Vision.

Keine Umwege, keine Kompromisse

Dezentral ist kein Verzicht auf Qualität. Im Gegenteil: Du siehst deine Spirulina wachsen und weißt genau, was im Glas ist. Die Starterkultur kommt laborgeprüft aus Kiel. Frischer und transparenter geht es nicht.

Häufige Fragen

Was bedeutet dezentrale Lebensmittelproduktion?

Lebensmittel werden dort erzeugt, wo sie gegessen werden. Transport, Lagerung und lange Lieferketten entfallen ganz oder teilweise.

Welche Lebensmittel kann man zuhause selbst erzeugen?

Kräuter, Sprossen, Pilze und Mikroalgen wie Spirulina. Spirulina braucht dafür nur ein Glas mit Wasser, Nährsalz, Licht und Belüftung.

Kann Spirulina gegen Hunger helfen?

Die FAO sieht Potenzial für Ernährungssicherung und Notlagen und empfiehlt, es neu zu bewerten. Am Tschadsee ist Spirulina seit Generationen ein Grundnahrungsmittel.

Wo wächst Spirulina am besten?

In warmem, hellem und basischem Wasser. In der Natur kommt sie in Seen in Afrika und Mittelamerika vor, zuhause wächst sie bei Zimmertemperatur mit Licht.

Quellen

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